Zum Klimakompromiss: wichtiger als die USA sind die Schwellenländer
| Von Sandra Weiss um 15:34 | [ Erdöl ] |
Der auf dem Klimagipfel geschlossene Kompromiss ist wie meistens bei dem hoch komplexen und umstrittenen Klimathema ein wachsweicher: es gibt ein Seminar (EU-Forderung), an dem alle teilnehmen und auf dem theoretisch über alles geredet werden kann, auch über die künftigen Schritte im Klimaschutz (EU) das aber nicht verbindlich ist (USA, Schwellenländer). Immerhin ist es den Europäern gelungen, den Schmutzfink USA weiter im Boot zu behalten, und das ist wichtig, denn der Klimaschutz ist eine globale Herausforderung, für die alle Verantwortung und Kosten übernehmen müssen.
US-Präsident George W. Bush hat in seinem auf kurzfristigen Profit bedachten Denken aus dem Klimaschutz zwar eine beinharte, ideologische Grundsatzfrage gemacht, aber das heißt nicht, dass sich nicht unter einem neuen Präsidenten die US-Position ändern könnte. Die Europäer hoffen, dass sich von innen Druck gegen die US-Administration aufbaut, unter anderem dadurch, dass sich Kanada und einige US-Bundesstaaten dem im Januar in der EU beginnenden Emissionshandel anschließen wollen und dass der US-Industrie langsam mulmig wird – einmal wegen der beginnenden Klagen auf Grund von Luftverschmutzung und zum zweiten, weil sie gegenüber den europäischen Konkurrenten bei modernen, sauberen Technologien Boden verliert.
Denn bei manchen weitblickenden Unternehmern (natürlich nicht unbedingt aus der Erdölindustrie) wächst langsam die Ahnung, dass ein Paradigmenwechsel immer näher rückt: weg von einer auf fossilen Brennstoffen basierenden Industrie hin zu anderen Energiequellen wie Wasserstoff oder erneuerbaren Ressourcen. Eine Schlüsselrolle werden dabei Schwellenländer wie China und Brasilien spielen, die sich zwar dem EU-Vorschlag verweigern, ihre Volkswirtschaften auch durch Emissions-Obergrenzen zu deckeln, aber in großem Stile auf alternative Ressourcen wie Biogas und Biodiesel setzen. Für die Zukunft des Weltklimas ist es entscheidend, dass diese Länder eine "energiepolitische Abkürzung" nehmen
US-Präsident George W. Bush hat in seinem auf kurzfristigen Profit bedachten Denken aus dem Klimaschutz zwar eine beinharte, ideologische Grundsatzfrage gemacht, aber das heißt nicht, dass sich nicht unter einem neuen Präsidenten die US-Position ändern könnte. Die Europäer hoffen, dass sich von innen Druck gegen die US-Administration aufbaut, unter anderem dadurch, dass sich Kanada und einige US-Bundesstaaten dem im Januar in der EU beginnenden Emissionshandel anschließen wollen und dass der US-Industrie langsam mulmig wird – einmal wegen der beginnenden Klagen auf Grund von Luftverschmutzung und zum zweiten, weil sie gegenüber den europäischen Konkurrenten bei modernen, sauberen Technologien Boden verliert.
Denn bei manchen weitblickenden Unternehmern (natürlich nicht unbedingt aus der Erdölindustrie) wächst langsam die Ahnung, dass ein Paradigmenwechsel immer näher rückt: weg von einer auf fossilen Brennstoffen basierenden Industrie hin zu anderen Energiequellen wie Wasserstoff oder erneuerbaren Ressourcen. Eine Schlüsselrolle werden dabei Schwellenländer wie China und Brasilien spielen, die sich zwar dem EU-Vorschlag verweigern, ihre Volkswirtschaften auch durch Emissions-Obergrenzen zu deckeln, aber in großem Stile auf alternative Ressourcen wie Biogas und Biodiesel setzen. Für die Zukunft des Weltklimas ist es entscheidend, dass diese Länder eine "energiepolitische Abkürzung" nehmen
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